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Wie ist das mit der Resilienz bei pflegenden Eltern?

Geschrieben von Gail McCutcheon

Resilienz ist eine psychologische Eigenschaft. Es handelt sich um die menschliche Fähigkeit Extremsituationen zu meistern, ohne Schaden an der Seele zu nehmen. Pflegende Eltern sind nicht per se wegen ihrer Rolle als pflegende Mama oder Papa stark. Sie pflegen jahrelang, manche von uns jahrzehntelang. Deshalb entwickeln sie Strategien aus sich heraus, um Extremsituationen zu meistern - sie werden resilient. Die betroffenen Familien sollten sie dabei aber nicht alleine gelassen werden. Entsprechende Resilienztechniken können bei den Herausforderungen im Alltag hilfreich sein. Denn welche Option haben pflegende Eltern, außer stark zu sein, wenn sie ihr pflegebedürftiges oder behindertes Kind innerhalb der Familie großziehen möchten? Resilienz ist keine Superkraft. Sie kommt direkt aus uns und kann trainiert werden. Und wir brauchen Menschen, die uns stärken. Eine Community, Fachpersonen und Freunde, die uns halten und mit uns aushalten.

In einem Seminar zum Thema Resilienz haben wir diskutiert, wie betroffene Eltern mit ständig wiederkehrenden Stresssituationen wie Krankenhausaufenthalten, Arztgesprächen oder Auseinandersetzungen mit Ämtern besser umgehen können. Dazu gehört auch, dass wir uns neben dem ganzen Stress auf Faktoren fokussieren, die unsere Resilienz stärken. Dazu gehören: Empathie, Lebensfreude, Selbstbestimmung und Selbstwirksamkeit. Ein Arztgespräch ist weniger herausfordernd, wenn ich meine Selbstwirksamkeit erkenne, wie zum Beispiel: ich bin der/die Experte*in für mein Kind. Ich kommuniziere mit dem Arzt auf Augenhöhe. Das wäre nur ein Beispiel für Selbstwirksamkeit von pflegenden Eltern.

Und natürlich stärken auch Faktoren von Außen unsere Resilienz! Wie zum Beispiel ein gutes Netzwerk, das uns unterstützt, organisieren. Nur wer im Notfall auch Hilfe bekommt, kann ohne Angst vor dem ständigen Notfall leben. Du musst nicht alles alleine schaffen, du musst keine Superkräfte haben. Du solltest vielmehr deine Kräfte dosieren, damit du resilient durch den Pflegealltag kommst. Auch, wenn das nicht immer leicht ist. Es ist völlig in Ordnung sich erschöpft und auch traurig zu fühlen. Viel wichtiger ist es jedoch, wie wir mit diesen Gefühlen umgehen, und ob wir es schaffen, sie in unseren Alltag zu integrieren. Sie dürfen da sein und haben ihre Berechtigung, sollten aber nicht unser Leben bestimmen und unsere Energie wegnehmen.

Deshalb bieten wir dir regelmäßig Seminare zum Thema Selbstfürsorge für pflegende Eltern an. Das kann ein Pilates-Workshop, oder ein Seminar für gesunde Ernährung sein. Denn nur wer auf sich selbst achtet, kann auch für andere sorgen. Resilienz bedeutet auch für dich zu sorgen. Denn der Alltag mit einem Kind mit einer chronischen Erkrankung, Behinderung oder Beeinträchtigung benötigt oft all deine Energie.

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