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Mehr Inklusionsstunden im Kindergarten

Geschrieben von Bettina Schäfer

Kooperation ermöglicht Weg zu passenden Unterstützung

Eine Mutter aus unserer Community berichtet von ihrer Erfahrung mit der Beantragung einer Inklusionskraft für ihren Sohn im Kindergarten. Dank guter Vorbereitung und Zusammenarbeit mit Fachkräften und Fachstellen konnte sie eine passende Lösung finden: 30 Stunden Inklusionshilfe pro Woche, aufgeteilt auf zwei Kräfte.

Von der Krippe in den Kindergarten – mehr Unterstützung nötig

Der Sohn besuchte ca. 30 Stunden in der Woche die Krippe. Hier wurde er 10 Stunden pro Woche von einer Inklusionshilfe begleitet. Zum Wechsel in den Kindergarten derselben Einrichtung wurden nach dem ersten Widerspruch 12 Stunden bewilligt. Das Kind wurde von der Einrichtung also auch im Kindergarten im Großteil der Zeit ohne zusätzliche Unterstützung betreut. Anstatt einen zweiten Widerspruch einzulegen, entschied sich die Familie in Abstimmung mit der Einrichtung dazu die ersten Wochen zu beobachten. Doch schnell zeigte sich, dass der neue Alltag mit mehr und älteren Kindern sowie anderen Strukturen eine umfangreichere Unterstützung erforderte.

Der Runde Tisch als hilfreiches Kommunikationsformat

Bereits im Vorfeld wurde gemeinsam mit dem Kindergarten, der Frühförderstelle und weiteren Fachstellen regelmäßig im Rahmen eines Runden Tisches über die Bedürfnisse des Kindes gesprochen. Schlagwörter wie Teilhabe, Chancengleichheit und Schutz spielten eine wichtige Rolle. Nach wenigen Wochen entschied sich die Familie für einen Neuantrag. Es konnte belegt werden, dass die bisherige Unterstützung nicht ausreichte. Alle Beteiligten unterstützen den Neuantrag.

Das Ergebnis: Der Antrag wurde genehmigt – mit 30 Stunden pro Woche und somit für die gesamte Betreuungszeit!

Ziel: Aufteilung auf zwei Inklusionskräfte – eine flexible Lösung

Da die bisherige Inklusionskraft nicht alle Stunden übernehmen kann, ist nun das Ziel die Unterstützung auf zwei Kräfte aufzuteilen – eine Entscheidung mit vielen Vorteilen:

• Flexibilität: Bei Krankheit oder Urlaub bleibt die Betreuung gesichert.

• Entlastung: Die Arbeitslast wird aufgeteilt.

• Mehr Vielfalt: Zwei Kräfte bringen unterschiedliche Stärken mit.

 

Tipp für andere Eltern: Enge Kooperation mit der Einrichtung und Neuantrag statt Widerspruch

Die enge Abstimmung mit der Einrichtung und den Fachstellen kann sehr hilfreich sein, um gemeinsam am gleichen Strang zu ziehen und frühzeitig Überforderung von Kind und Fachkräften entgegen zu wirken. Falls sich zeigt, dass die bewilligten Stunden nicht ausreichen, kann es sinnvoll sein, erst einige Wochen abzuwarten und dann mit konkreten Nachweisen einen Neuantrag zu stellen. Ein zweiter Widerspruch (und meist der damit verbundene Weg über das Sozialgericht) kann langwierig sein.

Dank dieser Strategien konnte die Familie die bestmögliche Unterstützung für ihr Kind sichern und die Einrichtung wird in ihrer pädagogischen Arbeit unterstützt – und das auf einem unkomplizierten Weg.

Angaben ohne rechtliche Gewähr. Erfahrung einer Mitgliedermama.

 

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